Aktuelle Ausstellung
PROZESS No 15
Werke von Lena Braun, Truong Ngu und Julia Sand
ERÖFFNUNG: 12 – 16 Uhr am 3. Dezember 2011
DAUER: 3. Dezember bis 23. Dezember 2011
=> Eröffnungsrede zur 15. Ausstellung – Video und Text
Ich wehre mich gegen die Verharmlosung und Entpolitisierung des Genderbegriffs in Kunst und Gesellschaft und füttere mit schmackhaften Regelbrüchen und unkeuscher Ironisierung, das zum Schoßhund der Börse verkommene Business der Kunstpräsentation.
Lena Braun, 2008
Kunst ist ein Lebensmittel, das süchtig macht. Ein Überlebensmittel, das das Bewußtsein, die Wahrnehmung auf die Realität ändert. Ich konzentriere meine Erfahrung auf das scheinbar Nebensächliche und Banale im Alltäglichen. Wir gehen jeden Tag in Supermärkte, und beachten diese höchst eigenartigen Orte kaum, so selbstverständlich sind sie für uns. Aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto fremdartiger erscheinen sie mir.
Julia Sand, 2011
Ich lebe zwischen dem Vertrauten und dem Fremden,
also zwischen der Fremde im Vertrauten
und dem Vertrauten im Fremden.
Truong Ngu, 2011
Identifikation ist eine Liebeserklärung.
Ein „lieber ich als Du“, als kindlich, vergeblicher Rettungsversuch des geliebten Menschen.
Identifikation ist ein Gleichgewicht.
Ein schockähnlicher Freeze zwischen „ich will weg“ und „ich will bleiben“.
Ich will weg, da für mich kein Platz ist bei Dir.
Ich will bleiben, da ich ohne Dich nicht lieben kann.
In Dir liegen meine Wurzeln.
Identifikationen im Dunkeln, in derem Strom gefangen
ich lebe, liebe und male.
Romen Banerjee, 2011